Der Hof Bornholdt aus Osterhorn hat den Landwirtschaftspreis der Volksbanken Raiffeisenbanken gewonnen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen der Travenhof aus Reinfeld und der Hof Thomsen aus Sterup.
Drei Betriebe, drei starke Konzepte und am Ende eine Auszeichnung für Zukunftsmut, Verantwortung und unternehmerische Weitsicht: Am Montag haben die schleswig-holsteinischen Volksbanken Raiffeisenbanken gemeinsam mit dem Bauernverband Schleswig-Holstein den Landwirtschaftspreis der Volksbanken Raiffeisenbanken verliehen. Der mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Wettbewerb wurde zum dritten Mal vergeben. Schirmherrin ist Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg.
Den ersten Platz und ein Preisgeld von 7.000 Euro sicherte sich der Hof Bornholdt aus Osterhorn mit dem Projekt „Praxisnah, verantwortungsvoll und mit Blick in die Zukunft“. Der zweite Platz und ein Preisgeld von 4.500 Euro gingen an den Travenhof aus Reinfeld mit dem Projekt „Fit für die Zukunft mit dem TravenSchwein“. Den dritten Platz und 3.500 Euro Preisgeld erhielt der Hof Thomsen aus Sterup mit dem Projekt „Landwirtschaft mit Leidenschaft“.
Über die finalen Platzierungen entschieden zu gleichen Teilen eine Fachjury und ein Online-Publikumsvoting. Dabei wurden mehr als 2.000 Stimmen für die drei Finalbetriebe abgegeben, die auf der Internetseite vr-sh.de/landwirtschaft mit Videoporträts vorgestellt wurden.
Ehrung im Deula Bildungszentrum in Rendsburg
Bei der Feierstunde im DBZ (Deula Bildungszentrum) in Rendsburg wurden die drei Finalbetriebe von Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg, Bauernpräsident Klaus-Peter Lucht und Vertretern der Volksbanken Raiffeisenbanken ausgezeichnet. Der Landwirtschaftspreis richtet sich an Betriebe, die mit besonderen Leistungen und zukunftsweisenden Konzepten überzeugen – etwa durch technische Neuerungen, Digitalisierung, gelungene Nachfolge- oder Ausbildungskonzepte, vorbildliche Familienleistungen sowie Kooperationen mit anderen Betrieben oder Vermarktern.
Hof Bornholdt überzeugt mit Technik, Ausbildung und Verantwortung
Der erste Platz ging an den Hof Bornholdt aus Osterhorn mit dem Projekt „Praxisnah, verantwortungsvoll und mit Blick in die Zukunft“. Der Gewinnerbetrieb setzt in der Milchviehhaltung auf moderne Technik und digitale Unterstützung im Herdenmanagement. Die Verbindung aus täglicher Tierbeobachtung, Erfahrung und digitalen Auswertungen hilft dem Betrieb, frühzeitig auf Entwicklungen im Bestand zu reagieren.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Ausbildung und Qualifizierung. Neben der klassischen landwirtschaftlichen Ausbildung beteiligt sich der Hof am Programm „Dairy-Q“, in dem künftige Herdenmanagerinnen und Herdenmanager praxisnah ausgebildet werden. Die Jury würdigte vor allem die Verbindung aus moderner Technik, gut ausgebildeten Mitarbeitenden, wertschätzender Zusammenarbeit und nachhaltigem Umgang mit Ressourcen.
Travenhof aus Reinfeld auf Platz zwei
Der Travenhof aus Reinfeld erreichte mit dem Projekt „Fit für die Zukunft mit dem TravenSchwein“ den zweiten Platz. Der Familienbetrieb hat einen konventionellen Schweinestall zu einem Auslaufstall mit Stroh umgebaut und setzt auf hohe Tierwohlstandards. Die Schweine haben mehr Platz, frische Luft im Auslauf und einen hohen Tierkomfort. Zum Konzept gehört auch die Direktvermarktung über den eigenen Hofladen und den Regiomaten. Dort bietet der Betrieb unter anderem „TravenEier“, Nudeln und Eierliköre sowie weitere regionale Produkte an. Die Jury hob insbesondere den Aufbau des Markenkonzeptes, die Direktvermarktung und die Weiterentwicklung der Schweinehaltung hervor.
Hof Thomsen aus Sterup belegt Platz drei
Der dritte Platz ging an den Hof Thomsen aus Sterup mit dem Projekt „Landwirtschaft mit Leidenschaft“. Henning Thomsen hat den Milchviehbetrieb in den vergangenen Jahren konsequent weiterentwickelt. Die Herde ist deutlich gewachsen, zudem investierte der Betrieb in fünf Melkroboter und einen hohen Digitalisierungsstandard. Weitere Standbeine sind eine Biogasanlage und eine Hofmolkerei. Über die Molkerei wird ein Teil der Milch verarbeitet und direkt an regionale Märkte, Schulen, Kindergärten, Restaurants und Cafés geliefert. Die Jury würdigte die kontinuierliche Weiterentwicklung, die Diversifizierung und die hohe Kooperationsbereitschaft des Betriebs.
Wettbewerb macht die Vielfalt der Landwirtschaft sichtbar Moderne Technik im Stall, neue Wege in der Direktvermarktung, Ausbildung gegen den Fachkräftemangel und zusätzliche Standbeine für mehr wirtschaftliche Stabilität: Die drei ausgezeichneten Betriebe zeigen, wie breit die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein aufgestellt ist — und wie aktiv viele Höfe ihre Zukunft gestalten. Sie reagieren auf veränderte Märkte, steigende Anforderungen und neue Erwartungen an Tierwohl, Nachhaltigkeit und regionale Wertschöpfung mit unternehmerischen Ideen und großer Praxisnähe. Genau diese Vielfalt macht der Landwirtschaftspreis der Volksbanken Raiffeisenbanken sichtbar.